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Deutsche Wissenschaftlerin leitet internationale PISA-Expertengruppe

Dr. Nina Jude vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) ist die neue Vorsitzende der internationalen Fragebögen-Expertengruppe der Studie „Programme for International Student Assessment“ (PISA) 2021. Das Fachgremium dient als Beraterstab bei der Entwicklung von Erhebungsinstrumenten, mit denen die Studie weltweit untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen Schülerinnen und Schüler lernen. Mit einem ersten Treffen am DIPF in Frankfurt am Main hat die Gruppe im März ihre Arbeit aufgenommen.

Die PISA-Studie erfasst und vergleicht in mehr als 70 Staaten die Kompetenzen von 15-Jährigen in Lesen, Rechnen und Naturwissenschaften. Zugleich untersucht die Studie, in welchem Kontext die Schülerinnen und Schüler sich die Kompetenzen aneignen. Zu den Rahmenbedingungen zählen zum Beispiel der soziale Hintergrund der Getesteten oder die Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer. All diese Parameter  werden über Fragebögen erfasst, die sich an die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, die Lehrkräfte und die Schulleitungen richten. Für PISA 2021 werden die Fragebögen von dem gemeinnützigen US-Unternehmen „Educational Testing Service“ (ETS) entwickelt – im Auftrag der „Organisation for Economic Co-operation and Development“ (OECD). Die Expertengruppe berät ETS bei allen Fragen rund um diese Entwicklung. Das betrifft die Konzeption, Methodik und Auswertung der Erhebungsinstrumente sowie die inhaltlichen Schwerpunkte. Bei PISA 2021 liegt beispielsweise ein Fokus auf der Vielfalt im Klassenzimmer.

„Mit dem Wissen über die Lernkontexte können wir das Zustandekommen von Bildungsergebnissen besser erklären und zugleich dazu beitragen, die Qualität von Unterricht und Schule zu verbessern“, erläutert Dr. Jude. Als neue Vorsitzende der Expertengruppe, wozu sie von der OECD auf Vorschlag von ETS ernannt wurde, hat sie nun erstmals eine Sitzung des Gremiums geleitet. Es setzt sich aus Fachleuten aus Australien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Hongkong, Indien und den USA zusammen. Am DIPF arbeitet Nina Jude schon seit vielen Jahren in zentralen internationalen Funktionen an der PISA-Studie mit. Das Institut war zum Beispiel 2015 und 2018 dafür zuständig, die weltweit eingesetzten Fragebögen zu entwickeln – unter Koordination von Dr. Jude. Die Bildungsforscherin wurde 2008 an der Goethe-Universität Frankfurt in Psychologie promoviert. Thema ihrer Doktorarbeit war die Sprachkompetenz. Schwerpunkt ihrer Forschung sind seitdem die Bedingungsfaktoren des Lernens.

Kontakt

PISA-Fragebögen:

Dr. Nina Jude, DIPF, +49 (0)69 24708-111, anVkZUBkaXBmLmRl

Presse:

Philip Stirm, DIPF, +49 (0)69 24708-123, c3Rpcm1AZGlwZi5kZQ==, www.dipf.de

Über das DIPF:

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) mit Sitz in Frankfurt am Main und in Berlin trägt mit empirischer Bildungsforschung, digitaler Infrastruktur und gezieltem Wissenstransfer dazu bei, Herausforderungen im Bildungswesen zu bewältigen. Das von dem Leibniz-Institut erarbeitete und dokumentierte Wissen über Bildung unterstützt Wissenschaft, Politik und Praxis im Bildungsbereich – zum Nutzen der Gesellschaft.

zuletzt verändert: 19.03.2018