Logo: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

PISA

What can PISA tell us?

9./10. November 2015. Oslo. Auf der PISA International Research Conference 2015 zum Thema "What can PISA tell us" am 9./10. November hält Prof. Dr. Eckhard Klieme vom DIPF gemeinsam mir Dr. Irwin Kisch von ets das Keyword "What does PISA measure". Hintergrund der Konferenz, die auf Initiative des PISA Governing Boards vom norwegischen Bildungsministeriums ausgerichtet wird, ist es auf die von internationalen Wissenschaftlern geäußerte Kritik an der PISA-Studie konstruktiv einzugehen.

Die internationale Forschungskonferenz zu PISA wendet sich an die Politik, Vertreter von nationalen Bildungsbehörden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Ziel eine fundierte Diskussion zu den technischen und analytischen Aspekten von PISA zu ermöglichen.

Gastgeber ist das Norwegian Directorate for Education and Training, das dem norwegischen Bildungs- und Forschungsministerium unterstellte Direktorat für vorschulische und schulische Bildung und Ausbildung. Beiträge kommen aus Schweden, Dänemark, den USA und Deutschland, dem Thomas J. Alexander Fellowship und der OECD.

Zu Tagungswebsite und Tagungsprogramm (pdf)


Abstract Keyword Prof. Dr. Eckhard Klieme / Dr. Irwin Kisch

Deutsch

Was misst PISA? Kontextmessung und analytischer Rahmen

Groß angelegte internationale Vergleichsstudien wie Pisa verfolgen vor allem das Ziel, Indikatoren zur Struktur des Bildungswesens zu ermitteln sowie zu implementierten Prozessen und Strategien,  zur Wirksamkeit bezogen auf verschiedene Ergebnisse und Schülerleistungen sowie zu Aspekten der Chancengleichheit und Effizienz. Indikatoren sind statistische  Daten, die den Zustand und Veränderungen eines Systems beschreiben; sie decken Zusammenhänge zwischen Strukturmerkmalen, Prozessmerkmalen und (Bildungsergebnissen auf. Stärken und Schwächen werden identifiziert, Bbenchmarks gesetzt und eine klare Kommunikation von Strategien gegenüber der Allgemeinheit und Fachöffentlichkeit wird ermöglicht. Zusätzlich zu Leistungstests wird zur Bildung von Indikatoren eine Reihe unterschiedlicher Daten benötigt – auf Ebene der Schüler, der Familie, der Einzelschule und des Systems. Zwischen 2000 und 2015 wurden daher die sogenannten Hintergrundfragebögen für PISA sukzessive erweitert.

Im Rahmen der Präsentation wird aufgezeigt, wie das Fragebogendesign gewachsen ist. Es werden Beispiele für Indikatoren präsentiert (einschließlich neuerer Entwicklungen zum Unterrichten und Lernen, zu Schulprozessen und nichtkognitiven Ergebnissen); aktuelle Herausforderungen sollen diskutiert werden. Zu diesen Herausforderungen gehören das Austarieren von Trends und Innovationen, der Umgang mit Antwortneigungen, die Gleichwertigkeit in Hinblick auf unterschiedliche Kulturen und die Überprüfung von Datenqualität. Erweiterte Designs (Längsschnittdaten, Stichproben auf Klassenebene) sowie die Analyse von Trends könnten das Erklärungspotential der Studie steigern und zur Vermeidung von Fehlinterpretationen beitragen.


Englisch

What does PISA measure? Context Assessment and Analytical Framework

The main goal of international Large Scale Assessments such as PISA is to provide indicators on the structure of educational systems, the policies and processes implemented, their effectiveness with regard to various kinds of student outcomes, as well as  issues of equity and efficiency.  Indicators are statistics which describe state and change of systems, unfolding relationships between input, process and outcome variables, identifying strengths and weaknesses, setting benchmarks and allowing for clear communication of policy issues to the public and the professionals. In addition to student tests, indicators require a wide variety of data on student, family, school and system level. Between 2000 and 2015, PISA has gradually expanded it’s so-called Background Questionnaires to cover the information needed.

The presentation will show how the questionnaire design grew, provide examples for indicators (including recent innovations regarding teaching and learning, school processes, and non-cognitive outcomes), and discuss current challenges. These challenges include balancing trend and innovation, dealing with response bias and cross-cultural equivalence, and checking data quality.  Enhanced designs (longitudinal data, classroom sampling) and trend analysis may boost the explanatory power of the study and help avoid misinterpretation.

zuletzt verändert: 03.11.2015
FAQ zu PISA

Die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zu PISA und der Arbeit hierzu am DIPF

FAQ